Aggressionen zeigen sich oft in scheinbar hilfloser Situation auch den An- und Zugehörigen gegenüber, die häufig Übermenschliches leisten, um die letzten Tage und Wochen den Sterbenden beistehen zu können. Sowohl den Familienangehörigen und Freund*innen, als auch den betreuenden Profis verschlägt es häufig die Sprache, wenn sie Anfeindungen erleben müssen und sie entschuldigen das Verhalten damit, dass die Person nun einmal sterbenskrank sei und man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen müsse.
Besser wäre es, wenn der Versuch unternommen würde, herauszufinden, was hinter den scheinbaren Aggressionen steckt – eine empathische Begleitung des Gesprächs offenbart sehr häufig den motivationalen Hintergrund der Aggression und hilft, Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen.